Stimmen zum Projekt

Hier finden Sie die Statements von Personen des öffentlichen Lebens zu unserer neuen Verbandszentrale.

Über Jahrhunderte ist Müngersdorf ein überwiegend katholisches, ländlich geprägtes Dorf gewesen. Dies änderte sich nach der Eingemeindung im Jahre 1888 zunehmend. Aus dem ruhigen, beschaulichen Ort wurde nach und nach ein städtisches Veedel mit zahlreichen kulturellen und sportlichen Highlights, auf die wir Müngersdorfer sehr stolz sind.

Mit der geplanten Errichtung der Zentrale des Verbandes der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) an der Stolberger Straße wird zukünftig einer der ältesten und größten islamischen Dachverbände Deutschlands in unserem Veedel beheimatet sein. Damit wird es neben der alles überragenden neuromanischen katholischen Kirche hier in Müngersdorf auch ein deutliches Zeichen religiöser Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz geben, wie sie in unserer Stadt und unserem Land überall zu beobachten sind. Köln bietet Raum für Menschen aus zahlreichen Nationen und Kulturen und für eine nahezu unüberschaubare Vielfalt an Religionsgemeinschaften.

Die Entwicklung zu mehr religiöser Vielfalt in unserer unmittelbaren Nachbarschaft mag manchen beunruhigen, vielleicht sogar ängstigen. Ich sehe darin eine große Chance, eine andere bedeutende Glaubensgemeinschaft, ihre Vorstellungen und Traditionen und ihre geschichtlichen Hintergründe besser kennenzulernen. Begegnungen und lebendiger Austausch könnten unsere Suche nach Antworten zu den großen Fragen des Lebens, den Fragen nach dem Woher und Wohin bereichern.

Jeder von uns kann zum offenen Dialog, zum friedlichen und für alle fruchtbaren Miteinander beitragen. Indem wir einander mit Respekt und Toleranz und mit freundlichem Interesse begegnen, könnten neue Erfahrungen und Erkenntnisse zu einem Gewinn für alle werden.

Hildegard Jahn-Schnelle

Langjährige Vorsitzende des Bürgervereins Köln-Müngersdorf e.V.
Foto von Herrn Norbert Mimberg

Vielfalt ist Lebensrealität in unserer Stadtgesellschaft und Religionsfreiheit ist ein Grundrecht. Das muss auch vor Ort gelebt werden. Und so kann ein ‚offenes Haus‘ des VIKZ eine Bereicherung werden.

Norbert Mimberg

Nachbar und ehemaliger Vorsitzender des Rahmenplanungsbeirates Braunsfeld, Müngersdorf, Ehrenfeld
Foto von Herrn Roland Schüler

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) wird mit seiner Zentrale ein neuer Nachbar in Köln-Müngersdorf. Seit Jahrzehnten in Köln verwurzelt, braucht es für die vielen Aufgaben des Verbandes mehr Raum. Als seit Jahrzehnten in Müngersdorf wohnender Bürger freue ich mich auf die neue Nachbarschaft und den regen Austausch in den neuen Räumen.

Roland Schüler

Seit 1962 in Müngersdorf wohnend und engagiert für Müngersdorf
Foto von Herrn Michel Rychlinski

Weil Musik verbindet, freue ich mich auf die Fortsetzung des kulturellen Austausches mit dem VIKZ, den wir bereits 2018 mit dem Friedenskonzerts in St. Joseph, Köln Braunsfeld begonnen haben. Die neue Verbandszentrale des VIKZ in Müngersdorf wird dazu ideale Räumlichkeiten bieten.

Michel Rychlinski

Gründer und künstlerischer Leiter des Ensembles Les Lumières
Foto von Herrn Prof. Dr. hc. Volkwin Marg
© Wilfried Dechau

Der Neubau für den Verband der Islamischen Kulturzentren in Köln bedeutet für uns Architekten die Fortführung einer langen baukünstlerischen Tradition in Orient und Okzident. Er ist die moderne Synthese von Medresse und Klosterschule unserer Zeit, die religiöse Besinnung mit kultureller Toleranz verbindet.

Volkwin Marg

Prof. Dr.-Ing. h. c. Architekt BDA, gmp Architekten
Foto von Herrn Josef Wirges

In meiner 23jährigen Amtszeit als Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld habe ich den VIKZ immer als guten und verlässlichen Nachbarn erlebt. Das wird am neuen Sitz des Verbandes in Müngersdorf genauso sein.

Jofes Wirges

Bezirksbürgermeister von Ehrenfeld a.D.
Foto von Frau Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning

Seit vielen Jahren verfolge ich die Bildungsarbeit des VIKZ. Die Unterstützung der jungen Menschen durch einen pädagogisch angeleiteten Förderunterricht bedeutet für viele die wichtigste Hilfe und eine Option für eine qualifizierte Schulbildung. Seit Jahren wird in Köln eine auf das religiöse und soziale Leben in Deutschland ausgerichtete Ausbildung der Imame durchgeführt. Ich freue mich, dass in dem Neubau der Verbandszentrale in Köln-Müngersdorf auch neue Räume für die Bildung zur Verfügung gestellt werden. Ich freue mich insbesondere, dass nicht nur die Organisation der Bildungsaktivitäten der Gemeinden und die Imamausbildung ein hervorragendes Umfeld finden, sondern dass darüber hinaus  Studierenden in Form eines Studentenwohnheimes Raum zum Leben, Lernen und zur Kommunikation neu zur Verfügung steht. Ich wünsche dem Bildungsbereich aber auch den anderen Verbandsaktivitäten des VIKZ in den neuen Räumen ein weiterhin gutes Gelingen der erfolgreichen Arbeit.

Ursula Boos-Nünning

Prof. em. Dr. Ursula Boos-Nünning, Universität Duisburg-Essen