FAQ - Wir beantworten Ihre Fragen

Erste Antworten zu häufig ge­stel­lten Fragen geben wir in unseren nach Schlag­wörtern alpha­be­tisch sor­tier­ten FAQ‘s. Gerne be­ant­wor­ten wir Ihnen Ihre weiter­ge­hen­den Fragen per­sönlich im Austausch.

Architektur

Gab es für den Neubau der Verbandszentrale einen Architektenwettbewerb?

Unter Federführung des Planungs­amtes der Stadt Köln wurde eine soge­nannte ein­stufige Mehr­fach­be­auftragung durch­ge­führt. Die teil­neh­men­den Archi­tek­tur­büros wurden vom Stadt­plan­ungs­amt aus­ge­wählt. Auch Vor­schlä­ge des VIKZ fanden Be­rück­sich­ti­gung.

An der Mehr­fach­be­auf­tra­gung teil­ge­nom­men haben:

  • gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg/Aachen
  • Kaspar, Kraemer Architekten, Köln
  • Hascher und Jehle Architekten, Berlin
  • Heinle und Wischer Architekten, Köln
  • M³ Architekten, Stuttgart
  • V-Architekten GmbH, Köln
Warum hat gmp Gerkan, Marg und Partner den Zuschlag erhalten?

Bei der Beurteilung der Ent­würfe ging es der Be­wer­tungs­kom­mis­sion ins­be­son­dere um die Aus­ge­wo­gen­heit zwischen städte­bau­licher Ein­bin­dung, einer dem Selbst­bild des VIKZ an­ge­mes­se­nen, an­spruchs­vol­len und hoch­wer­tigen Ge­stal­tungs­qua­lität der Archi­tek­tur sowie vor allem einer funk­tional über­zeu­gen­den Ge­bäude­orga­nisa­tion unter Be­rück­sich­ti­gung und Ein­hal­tung be­triebs­wirt­schaft­licher und ener­ge­tisch­er Ein­fluss­fak­toren.

Die Jury unter Vorsitz von Prof. Johannes Schilling hat gmp Archi­tek­ten von Gerkan, Marg und Partner aus Hamburg/Aachen als auch die Arbeit des Büros Kaspar Kraemer Archi­tek­ten BDA aus Köln ein­stim­mig auf den ersten Rang gewählt. In einer weiteren inten­siven Ver­han­dlungs­runde erhielt schließlich gmp den Zuschlag, da der gmp-Entwurf den An­for­der­ungen des VIKZ bezüg­lich Funk­tio­na­lität, Nutzung und Reprä­sen­tanz am besten ent­sprochen hat.

Warum haben Sie keine klassische islamische Architektur bevorzugt?

Der VIKZ verfügt bundes­weit über mehrere Objekte, von denen nur ein kleiner Teil von klas­sischer Archi­tek­tur geprägt ist. Dem VIKZ war es bei seinem Neubau wichtig, ein modernes und reprä­sen­ta­tives Projekt zu ent­wickeln. Es war den teil­neh­men­den Archi­tek­ten­büros frei­ge­stellt, wie sie den Entwurf gestalten.

Warum gibt es kein Minarett?

Das Minarett ist ein wichtiger Be­stand­teil einer klas­sischen Moschee. Wir haben bundes­weit ledig­lich drei klas­sische Moscheen mit Minarett und Kuppel (Bergisch-Gladbach, Hagen und Karlstadt). Die meisten Gebets­stätten sind ohne Minarett im Gebäude inte­griert. Der VIKZ hat es bei der Gestal­tung der neuen Ver­bands­zen­trale nicht als Bedin­gung formu­liert. Der Entwurf von gmp sieht auch kein Minarett vor. Gleich­wohl ist es auch ohne ein Minarett ein sehr schöner und gelun­gener Entwurf.

Ausbildungszentrum

Was ist in dem Ausbildungszentrum geplant? Wie viele Personen werden dort wohnen?

Der VIKZ bildet als einziger islami­scher Verband schon seit den achtziger Jahren seine Imame in Deutsch­land aus. Diese sind in Deutsch­land ge­bo­ren oder auf­ge­wachs­en, fühlen sich in Deutsch­land zuhause und bringen sowohl sprach­liche als auch soziale Kom­pe­ten­zen mit. Diese künftigen Imame werden in dem neuen Zen­trum aus­ge­bil­det und auch dort wohnen. Im Aus­bil­dungs­zen­trum gibt es 117 Wohn­heim­plätze. Das an­ge­glie­derte Studie­renden­wohn­heim bietet Platz für 114 Personen. Darunter werden auch Stu­den­ten sein, die an Universi­täten in Köln, Bonn, Aachen etc. studieren – und zwar in den unter­schied­lichsten Fach­rich­tungen.

Werden in der Müngersdorfer Einrichtung nur Männer wohnen?

Der Beruf des Imam wird von Männern aus­ge­übt. Der VIKZ bietet aber die gleiche Aus­bil­dung auch für Frauen an, die sich zu mus­li­misch­en Theo­lo­gin­nen aus­bilden lassen können. Die Räum­lich­keiten dafür sind in Bergisch Gladbach.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Imam bzw. zum mus­li­misch­en Theo­lo­gen oder zur mus­li­misch­en Theo­lo­gin dauert drei Jahre. Dem schließt sich ein Prak­ti­kums­jahr in einer Gemeinde des VIKZ an.

Bauzeit

Wann sollen die Bauarbeiten beginnen?

Der Baustart soll nach Erteilung der Bau­ge­neh­mi­gung durch die Stadt Köln und Abschluss der Vor­be­rei­tungen erfolgen. Den Bau­antrag für den Neubau hat der VIKZ im August 2018 einge­reicht.

Wie lange werden die Bauarbeiten dauern?

Wir rechnen derzeit mit einer Bau­zeit von rund drei Jahren. Wir gehen davon aus, dass diese Zeit­planung durch das renom­mierte Archi­tek­tur­büro gmp, ein pro­fes­sio­nelles Pro­jekt­ma­na­ge­ment durch die er­fahrenen Projekt­steuerer von Drees & Sommer sowie durch unser eigenes Bau-Team sicher­gestellt ist.

Bebauungsplan

Wurde für das Vorhaben ein neuer Bebauungsplan aufgestellt?

Der Standort der künftigen Verbands­zen­trale befindet sich im Bereich des neu auf­ge­stel­lten Be­bau­ungs­plans „Vitalis­gärten“, der nach inten­siven Bera­tungen im Beirat zur Rahmen­planung Brauns­feld, Müngers­dorf, Ehren­feld, in der Bezirks­ver­tre­tung Linden­thal und im Stadt­ent­wick­lungs­aus­schuss sowie einem ein­stim­migem Satz­ungs­beschluss des Rates der Stadt Köln vom 4. April 2017 rechts­kräftig ist.

Bedarf für den Neubau

Warum benötigt der VIKZ eine neue Verbandszentrale?

Der VIKZ ist bereits seit 30 Jahren mit seinem Haupt­sitz an der Vogel­sanger Straße 290 in Köln-Ehren­feld be­hei­ma­tet und betreut von dort aus die ihm bundes­weit an­ge­schlos­senen rund 300 Gemein­den und Bil­dungs­ein­rich­tungen. Der bis­herige Standort ent­spricht allerdings nicht mehr den heutigen An­for­der­ungen und ist viel zu klein. In dem Neubau wird der Verband seine bis­herige Arbeit im religiösen, sozialen und kultu­rellen Bereich adäquat fort­setzen.

Wie wird das Bestandgebäude in Ehrenfeld künftig genutzt?

Die gegenwärtigen Räum­lich­keiten in Ehren­feld werden nach dem Um­zug in die neue Zen­trale voll­stän­dig dem Regional­bezirk Köln und Umge­bung über­lassen.

Finanzierung

Wie finanziert der VIKZ das Neubauprojekt?

Der Neubau wird aus­schließ­lich über Kredit­auf­nahme, Mit­glieds­bei­träge und Spenden finan­ziert werden. Wir erwarten auch viele Material­spenden, was traditionell bei Bauten von gemein­nütz­igen und reli­gi­ösen Ein­rich­tungen der Fall ist, sprich die Fenster werden von Person oder Firma A über­nom­men, die Teppiche von Person oder Firma B usw.

Gebetsraum

Warum gibt es in der Verbandszentrale auch einen Gebetsraum?

Die Verbandszentrale ist multi­funk­tional kon­zi­piert und sieht unter­schied­liche Nutz­ungen vor wie zum Bei­spiel einen Ver­wal­tungs­trakt, ein Aus­bil­dungs­zen­trum und ein Stu­den­ten­wohn­heim. Ein Gebets­raum ist ein selbst­ver­ständ­licher Teil dieses Kon­zeptes, denn die Menschen die dort arbeiten, studieren oder sich auf­halten wollen dort auch ihre ge­mein­schaft­lichen Gebete ver­richten.

Für wie viele Menschen ist der Gebetsraum vorgesehen?

In dem Gebetsraum finden 568 Personen Platz. Hinzu kommen 356 Plätze auf der Empore.

Wie viele Menschen erwarten Sie zu den Gebeten?

An den Gebeten wird zunächst die Stamm­be­leg­schaft beste­hend aus Aus­zu­bil­den­den, Stu­den­ten und Perso­nal teil­nehmen. Darüber hinaus werden aus dem näheren Um­feld in Müngers­dorf Menschen zu den täg­lichen Gebeten, dem Freitags- und den Fest­ge­beten kommen. Da der bis­herige Stand­ort an der Vogel­sanger Straße in Ehren­feld bei­be­halten wird, ist aber nicht mit einem großen Zulauf zu rechnen. Denn viele Muslime besuchen für ihre rituellen Gebete das nächst­ge­legene Gebets­haus oder ver­rich­ten ihre Gebete am Arbeits­platz oder zu Hause. Zu den täg­lich fünf Gebeten erwar­ten wir daher eher wenige Menschen von außer­halb, da zudem die meisten erwerbs­tätig sind und nicht jeder­zeit das Gottes­haus auf­suchen können. Die Teil­nehmer­zahl am Freitags­gebet und an Fest­ge­beten wird meistens höher sein.

Grundstück

Wo genau liegt das Grundstück und wann wurde es erworben?

Für das Vorhaben hat der VIKZ bereits im Sommer 2015 ein rd. 12.600 m² großes Grund­stück an der Stol­berger Straße 370a im Ge­wer­be­gebiet Tech­no­logie­Park in Köln-Müngers­dorf erworben.

Information der Nachbarn und der Öffentlichkeit

Wie und wann wurde über das Vorhaben informiert?

Uns war es zunächst wichtig erste Gespräche vor Ort zu führen und Rück­mel­dun­gen zu dem Vor­haben zu er­halten. Der VIKZ hat des­halb sehr früh­zeitig, nämlich schon ab dem Jahr 2016 Gespräche mit dem Ver­tre­tern der poli­tischen Parteien, den Kirchen im Stadt­teil, Bürger­ver­einen, den Unter­nehmen im Um­feld geführt. Noch vor dem Beginn des öffent­lichen Bebau­ungs­plan­ver­fahrens haben wir den Rah­men­pla­nungs­beirat und die Be­zirks­ver­tre­tung Linden­thal infor­miert und uns deren Fragen gestellt.

Wie und wann wurden die Nachbarn und die Stadtgesellschaft über das Projekt informiert?

Der Nachbarschaft haben wir bei einem öf­fent­lichen Bürger­infor­ma­tions­abend am 20. März 2018 unser Vor­haben vor­ge­stellt und in einer aus­führ­lichen Dis­kus­sion unter Mode­ration von Be­zirks­bürger­meisterin Helga Blömer-Frerker Fragen zum VIKZ und zum Neu­bau­projekt beant­wortet.

Einen Tag später fand ein Presse­ge­spräch statt mit nach­fol­gen­der aus­führ­licher Be­richt­er­stat­tung in den Medien.

Darüber hinaus be­ant­wor­ten wir auch kon­ti­nu­ier­lich immer gerne alle auf­kom­menden Fragen und sind jeder­zeit für Gespräche offen.

Zum Austausch

Wie waren die Rückmeldungen?

Köln ist eine offene, multi­kul­turelle und mul­ti­re­ligiöse Stadt. Wir haben sehr viel Of­fen­heit für unser Vor­haben und vor allem auch eine große Zu­stim­mung zur Archi­tek­tur des Neubaus er­fahren. Ver­trauen am neuen Stand­ort schafft sicher­lich auch unsere sehr gut, seit über 30 Jahren gelebte Inte­gra­tion in das ge­sell­schaft­liche Leben an unserem bis­herigen Stand­ort im be­nach­barten Ehrenfeld.

Öffentliche Nutzungen

Welche öffentlichen Räume gibt es in dem Neubau?

Vorgesehen sind ein öf­fent­liches Restau­rant, eine Bibli­othek, ein Lese­café und Läden für Dienst­leister. Trans­parenz und Of­fen­heit sind uns wichtig. Des­halb sind die Räum­lich­keiten des VIKZ für jeden offen. Wir planen auch Füh­run­gen durch den Neubau und vor allem durch den Gebets­raum wie es in vielen Ge­mein­den des VIKZ der Fall ist.

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen sind im großen Saal geplant?

Der multifunktionale Ver­an­stal­tungs­saal bietet die Mög­lich­keit, Semi­nare, Kon­gresse, Tagun­gen und reli­giöse Zere­mo­nien (kein Tanz, keine Hoch­zeits­partys) zu ver­an­stalten.

Wie viele Menschen erwarten Sie zu diesen Veranstaltungen?

Da die Veranstaltungen länger­fristig geplant werden, sind Teil­nehmer und Zeiten ent­sprech­end auf­ein­ander ab­ge­stim­mt. Die Zahl der Gäste an den reli­gi­ösen Hoch­zeits­ze­re­mo­nien wird wahr­schein­lich bei rund 300 bis 400 Personen liegen.

Welche weiteren Großveranstaltungen werden stattfinden?

Jeweils einmal im Jahr finden das Ramadanfest und das Opfer­fest statt. An diesen beiden Tagen kommen tra­di­tio­nell viele Menschen zu den Fest­ge­beten und Ver­an­stal­tun­gen.

Verkehr

Schon heute gibt es ein hohes Verkehrsaufkommen vor Ort. Kann der zusätzliche Verkehr, der durch die Verbandszentrale entsteht noch verträglich abgewickelt werden?

Wir haben das Thema Verkehrs­be­las­tung und mög­liche Beden­ken von An­woh­nern und be­nach­barten Unter­nehmen von Anfang an sehr ernst ge­nom­men. Des­halb haben wir mit dem Ver­kehrs­pla­nungs­büro VIA von Herrn Gwiasda einen sehr kom­pe­tenten und auch vor Ort sehr an­er­kan­nten Partner be­auf­tragt, der das heutige Ver­kehrs­auf­kommen erhoben hat und die durch unser Projekt zu erwar­tende Situ­ation analy­siert hat. Das Gut­achten kommt zu dem Ergeb­nis, dass die durch unser Projekt erzeug­ten Verkehren ver­träg­lich abge­wickelt werden können. Auch das vorge­sehene Park­raum­an­gebot ist laut Gutachten aus­rei­chend.

 

Das VIA-Verkehrsgut­achten kommt u.a. zu folgendem Fazit:

  • Die Verbands­zen­trale ist eine Nutzung mit geringer Verkehrs­er­zeu­gung. Aus­wir­kun­gen auf den Normal­be­trieb sind kaum nach­weis­bar.
  • Ver­an­stal­tungs- und Ge­bets­zeiten liegen außerhalb der Ver­kehrs­spitze. Zusätzlicher Verkehr erzeugt hier keine Probleme.
  • Als Stresstest dient eine frühe Anreise zu einer Tagung. Hier sind ver­kehr­liche Aus­wir­kungen nach­weis­bar, erfor­dern aber keinen Ausbau des Straßen­netzes.
  • Die Park­nach­frage wird in der Regel durch das Ange­bot abge­deckt. Mögliche Über­las­tungs­zu­stände (werktags) werden durch Reser­ven auf dem Gelände des VIKZ kom­pen­siert.
Wie ist die ÖPNV Anbindung?

Die ÖPNV Anbindung ist sehr gut und war auch ein wichtiges Krite­rium unserer Stand­ort­ent­schei­dung. In fuß­läufiger Nähe gibt es die S-Bahn Hal­te­stelle Müngers­dorf Tech­no­logie­park. Auch die Linie 1 (Eupener Straße) ist fuß­läufig gut zu errei­chen. Eben­falls befinden sich die Bus­linien 140, 141 in un­mit­tel­barer Nähe (Halte­stelle Josef-Lammerting-Allee).